Die digitale Transformation geht mittlerweile über die industrielle Effizienz hinaus und hat sich zu einer ganzheitlichen Integration von Technologie entwickelt, die das gesellschaftliche Gefüge grundlegend beeinflusst. Dieser Leitartikel stellt eine Themenreihe mit 15 Beiträgen vor, die diesen Wandel anhand eines einheitlichen Modells der digitalen Durchdringung untersuchen. Dieses Modell geht davon aus, dass die Gesellschaft eine „Verwandlung“ durchläuft – einen grundlegenden Wandel des Lebensstils und der menschlichen Existenz. Das Modell bietet einen theoretischen Rahmen, der die zugrunde liegende Infrastruktur und Governance mit der industriellen Wertschöpfung und dem gesellschaftlichen Wertkonsum verbindet. Die Synthese der Forschungsergebnisse dieser Sammlung bestätigt das einheitliche Modell und identifiziert zugleich kritische Lücken, darunter das Fehlen eines technischen „Bindegewebes“ für globale Interoperabilität sowie die vernachlässigten soziologischen Auswirkungen auf „analoge Bürger“, die außerhalb des digitalen Ökosystems bleiben. Letztendlich argumentiert dieser Leitartikel, dass die Menschheit angesichts der radikalen Umgestaltung der Gesellschaft diese Verwandlung bewusst gestalten muss, um Infrastruktur und Governance mit menschlichen Werten in Einklang zu bringen, anstatt blind die dauerhaften Folgen ungeplanter Umbrüche zu ertragen.

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