Article:
e-Journal of Nondestructive Testing 07/2026; 31(7)
DOI: 10.58286/33420
Verlag: NDT.net GmbH & Co. KG
Das wichtigste Ergebnis jedes Verfahrens zur zerstörungsfreien Prüfung (NDT) ist das in einem Bericht dokumentierte Auswertungsergebnis; doch diese „Leistungskennzahlen“ (KPIs) sind häufig in analogen oder halbdigitalen Silos eingeschlossen. Traditionell werden Berichte durch manuelle Eingaben oder mithilfe von Bürosoftware erstellt, ausgedruckt und unterschrieben, was aufgrund einer Fehlerquote bei der manuellen Dateneingabe von etwa 1–5 % zu erheblichen Herausforderungen hinsichtlich der Rückverfolgbarkeit und Datenintegrität führt. Trotz des Aufkommens digitaler Workflow-Lösungen fehlt der NDT-Branche nach wie vor ein gemeinsames ontologisches Rahmenwerk für den nahtlosen, maschinenlesbaren Austausch von Berichten und Personalzertifikaten. Dieser Vortrag stellt das DX-Schema-Projekt vor, eine normative Initiative, die darauf abzielt, eine modulare, „digital-first“-Sprache für die Qualitätsinfrastruktur zu etablieren. Aufbauend auf dem Rahmenwerk des Digital Calibration Certificate (DCC) und abgestimmt auf Industrie-4.0-Konzepte wie die Asset Administration Shell (AAS) ermöglicht DX-Schema die Interoperabilität von Qualitätsdaten über globale Lieferketten hinweg. Wir werden den konzeptionellen Rahmen des Projekts, seinen Zeitplan sowie die erforderlichen Beiträge der NDT-Community skizzieren, um NDE-Ergebnisse in den entstehenden Digital Product Passport (DPP) zu integrieren.